GHCD 2332

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Broadcast & Review

PAUL BURKHARD
dirigiert


HANS SCHAEUBLE

Recorded 1952, 1955 & 1958

Hymnus for orchestra, op. 29
Radio-Orchester Beromünster - Recorded: 16. October 1952)
Ombra adorata – Kleine Sinfonie für Orchester, op. 38
Radio-Orchester Beromünster - Recorded: 13. March 1955
Aspects et Perspectives – Divertimento for Orchestra, op. 40
Radio-Orchester Beromünster  - Recorded 11. November 1958 – 1959 Licensed from Schweizer Radio DRS
HANS ROSBAUD dirigiert HANS SCHAEUBLE
Concert for piano and orchestra
op. 34 - Carl Seemann piano
Tonhalle-Orchester Zürich - Recorded 22 Jamuary 1952

 

PAUL BURKHARD dirigiert HANS SCHEEUBLE - Hymnus für Orchester, op. 29 - II. Allegro

Aspects et Perspectives – Divertimento für Orchester, op. 40

HANS ROSBAUD dirigiert HANS SCHAEUBLE - Konzert für Klavier und Orchester, op. 34

   


Contents:

PAUL BURKHARD dirigiert HANS SCHEEUBLE

Hymnus für Orchester, op. 29

01

I. Vorspruch

1:21

02

II. Allegro

12:50

Radio-Orchester Beromünster\ (Aufnahme: 16. Oktober 1952)

Ombra adorata – Kleine Sinfonie für Orchester, op. 38

03

I. Preambel

1:30

04

II. Allegro scherzando

6:25

05

III. Andante (semplice)

6:42

06

IV. Allegro giocoso

5:28

Radio-Orchester Beromünster (Aufnahme: 13. März 1955)

07

Aspects et Perspectives – Divertimento für Orchester, op. 40

18:14

Radio-Orchester Beromünster (Aufnahme: 11. November 1958 – 1959 Eine Produktion von Schweizer Radio DRS)

HANS ROSBAUD dirigiert HANS SCHAEUBLE

08

Konzert für Klavier und Orchester, op. 34

20:50

Carl Seemann (Klavier), Tonhalle-Orchester Zürich
(Aufnahme: 22. Januar 1952)

Hans Schaeuble wurde am 31. Mai 1906 in Arosa als Sohn eines Apothekers geboren. Schon in jungen Jahren galt sein Hauptaugenmerk der Musik. Schliesslich waren es in erster Linie die regelmässigen Konzerte des Orchestre de la Suisse Romande unter Ernest Ansermet – u.a. mit Werken von Strawinsky, Debussy und Ravel –, die in dem jungen Schaeuble den Wunsch weckten, sich als Komponist gänzlich der Musik zu widmen. Um sein bis dahin weitgehend autodidaktisch erworbenes Wissen und Können zu erweitern, es vor allem aber auf eine solide Grundlage zu stellen, nahm er 1927 ein Studium am Leipziger Konservatorium auf und liess sich dort bis 1931 bei dem ehemaligen Reger-Schüler und Komponisten Hermann Grabner in Komposition und bei dem Pianisten und Klavierpädagogen Carl Adolf Martienssen in Klavier unterrichten. Erste Konzerte am Konservatorium und im Rundfunk liessen auf eine musikalische Karriere hoffen. Im Jahr 1931 siedelte Schaeuble nach Berlin über, wo er bis Oktober 1942 wohnte und arbeitete – unterbrochen von einem Aufenthalt in der Schweiz von 1939 bis 1941. In diesen Jahren entstanden viele seiner Werke, die im Konzertsaal und Rundfunk mit Erfolg zur Aufführung gelangten. Der künstlerische Durchbruch schien dem Komponisten mit der Uraufführung seiner Sinfonischen Musik für grosses Orchester (op. 22) durch die Berliner Philharmoniker unter Carl Schuricht im März 1939 gelungen zu sein. Unterstrichen wurden diese Erfolge durch das Angebot des renommierten Berliner Musikverlages Bote & Bock, mehrere von Schaeubles Werken (darunter das 1952 gedruckte Opus 38) zu verlegen. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz, wo er fortan als freischaffender Komponist in Zürich lebte, erfuhr diese vielversprechende Entwicklung indes eine jähe Wendung. Schaeubles mehrjähriger Aufenthalt in Berlin während der Jahre des Nationalsozialismus stiess bei seinen Landsleuten auf grosses Missfallen, und wiederholt sah er sich zu unrecht Vorwürfen ausgesetzt, zu „deutschfreundlich“ oder gar ein Nationalsozialist gewesen zu sein. Nur noch wenige seiner Werke fanden ihren Weg in die Konzertsäle. Den Gedanken, Opfer einer Verschwörung zu sein, welche in erster Linie verantwortlich für seine Misserfolge sei, wurde Schaeuble nie wieder los. Er komponierte in den folgenden Jahren immer weniger und beschränkte sich weitgehend auf wiederholte Überarbeitungen seiner früheren Werke. Die Werke Hymnus (op. 29) und Ombra adorata (op. 38) zählen zu den wenigen Werken des Komponisten, die von einer Überarbeitung verschont blieben. Nach seinem Tode am 19. Dezember 1988 in Zürich wurde – seinem Wunsch entsprechend – eine Stiftung gegründet, die junge Musiker und Musikwissenschaftler fördert, die sich mit Schaeubles Werk befassen.

            Schaeuble hinterliess mit Beiträgen zur Vokalmusik, Bühnen- und Instrumentalmusik ein vielseitiges Werk, für das hauptsächlich seine frühe Auseinandersetzung mit den Kompositionen Paul Hindemiths, Igor Strawinskys, Béla Bartóks und später auch Frank Martins bestimmend war. Allen auf dieser CD eingespielten Werken ist gemeinsam, dass sie in einer für Schaeuble schwierigen Zeit entstanden. Vor allem die öffentliche Ignorierung oder Ablehnung seines Schaffens waren für ihn eine Belastung, die sich auch auf seine späteren Kompositionen auswirkte. Sein 1945 innerhalb weniger Wochen entstandener und im Mai 1946 in der Tonhalle Zürich uraufgeführter Hymnus für Orchester zählt zu den ersten Werken, die Schaeuble nach seiner Rückkehr aus Berlin in Zürich vollendete. Das zweisätzige Werk, dem ein Gebet des altgriechischen Dichters Theognis vorangestellt ist, basiert vornehmlich auf der Nummer 3 der Gesänge aus Hellas für Alt oder Bariton und Streichquartett (op. 28). In einem Tagebucheintrag vom 18. Oktober 1952 beurteilt es der Komponist als „das farbigste, das ich bisher schrieb“. Mit Aspects et perspectives – Divertimento für Orchester (op. 40) aus dem Jahr 1954 verfolgte Schaeuble die Absicht, „quasi ein abstraktes Ballett sinfonisch-tänzerischen Gehaltes“ (Tagebucheintrag vom 30. Mai 1954) zu komponieren. Drei Jahre später bemerkte er in seinem Tagebuch, dass das ursprünglich mit Jeux betitelte und im Untertitel als Poème choréographique charakterisierte Stück „weder ‚Jeux’, Divertimento noch ein Ballett“ sei. Zudem bezeichnete er es als „eigenartig“ und als „Einzelfall“. Eine Uraufführung in einem Konzertsaal erlebte dieses Werk, das zusätzlich in zwei revidierten Fassungen (1959, 1978) vorliegt, nie. Mit dem 1952/53 komponierten Ombra adorata (op. 38), einer kleinen, viersätzigen Sinfonie für Orchester, setzt sich der Komponist – wie er es im Titel andeutet – mit dem „Schatten“ früherer Epochen auseinander: „In diesem Falle ist ‚Das Erbe’, das wir bewundern, in dessen Schatten wir aber stehen, gemeint. Die Entwicklung der Musik in den vergangenen fünfzig Jahren ist durch tiefgreifende Veränderungen und Erschütterungen … gekennzeichnet … Der Verzicht auf die große sinfonische Form, die Beschränkung in den technischen Mitteln, verbunden mit sparsamer Verwendung von Neuerungen, das Zurückführen auf eine natürliche, ungekünstelte Aussage ohne zu große gedankliche und musikfremde Belastung, können als innerer Impuls der Entstehung dieser kleinen Sinfonie, die nicht mit dem Typus einer vorklassischen zu verwechseln ist, angesehen werden. Der in breitem Zeitmaß vorangestellten ‚Präambel’ folgt ein ‚Allegro scherzando’. Dieses enthält als Nebenthema eine 12-Ton-Reihe mit einigen ihrer Abwandlungen und schließt in sich, quasi als ‚Trio’, ein kanonisch geführtes ‚Siciliano’ ein. Die Reprise kombiniert das Vorangegangene. Der dicht gearbeitete langsame Satz ist ein verinnerlichtes ‚Andante’ von echt kantablem Charakter. Ist dieses stark chromatisch durchsetzt, so ist das folgende ‚Allegro giocoso’ als Abschluss eher diatonisch gehalten.“ (Hans Schaeuble auf dem Programmblatt zum 17. Hausabend, Orchesterkonzert am 8. April 1961 des Musikkollegium Winterthur.) Schaeuble verwendete in seinen Werken nur gelegentlich Zwölftonreihen als Konstruktionsprinzip. Das Klavierkonzert op. 34 aus dem Jahr 1949 ist – wie seine Musik für 2 Solo-Violinen und Streich-Orchester (op. 18) – ein wichtiges Beispiel für Schaeubles Auseinandersetzung mit dieser Kompositionstechnik. „Es ist einsätzig und enthält kurz vor der Koda eine Kadenz. Innerhalb des Satzes aber sind deutlich die vier klassischen Tempi: Allegro giusto, Andante, Allegro vivo und Scherzando, die wechselweise ineinander verflochten sind – mit Ausnahme des Scherzandos, welches geschlossen vor der Reprise und als Überleitung zu ihr auftritt – zu erkennen. Im Grossen gesehen und rein formal handelt es sich, allerdings in weitem Sinne, um einen Sonaten-Hauptsatz, der sich im Wesentlichen auf einer gleich zu Anfang vom Solo-Klavier vorgetragenen, herben 12-Ton-Reihe aufbaut.“ (Hans Schaeubles Programmbeitrag zum Abonnementskonzert der Tonhalle-Gesellschaft am 22. Januar 1952).

Die ersten drei Werke dieser CD sind Originalaufnahmen mit dem Radio-Orchester Beromünster unter der Leitung von Paul Burkhard. Der im Dezember 1911 in Zürich geborene Komponist, Pianist und Dirigent notierte bereits mit jungen Jahren seine erste Komposition und wurde mit sieben Jahren Schüler am Zürcher Konservatorium. Dort genoss er bis 1932 seine musikalische Ausbildung bei verschiedenen Lehrern wie Carl Vogler (Harmonielehre), Paul Müller (Kontrapunkt), Volkmar Andreae (Komposition), Emil Frey und Walter Lang (Klavier) sowie Carl Hessel (Violoncello). Dabei wurden ihm – so erzählte er später selber – glücklicherweise seine Wunderkindallüren ausgetrieben. Als Komponist wurde er vor allem mit seinen Operetten und deren zahlreichen Chansons berühmt. Mit Feuerwerk (1950), der hochdeutschen Fassung der ursprünglich in Mundart verfassten Operette Der schwarze Hecht (1939), erlebte Burkhard seinen internationalen Durchbruch, der durch die Verfilmung 1954 mit der Hollywood-Schauspielerin Lilly Palmer und der damals noch wenig bekannten Romy Schneider gekrönt wurde. Stets auf der bisweilen erbitterten Suche nach einem eigenen Kompositionsstil – denn als „Operetten-Fritz“ wollte er nicht in die Musikgeschichte eingehen –, hinterliess Burkhard ein breites und umfangreiches Œuvre. Neben verschiedenen Kammermusikwerken, Bühnen- und Ballettmusiken zählen auch geistliche Orchesterwerke, Kinderopern und liturgische Schulstücke zu seinem kompositorischen Repertoire. Einen noch heute anhaltenden Welterfolg erlangte er mit der 1960 auf Wunsch der Zeller Bewohner komponierten D’Zäller Wiehnacht.

            Seine Laufbahn als Dirigent begann Burkhard 1932 am Berner Stadttheater, wo er zunächst Korrepetitor, später Kapellmeister war. 1938 wechselte er als Kapellmeister und Hauskomponist ans Schauspielhaus in Zürich. Durch Hermann Scherchen wurde er 1944 zum zweiten Dirigenten des Studio-Orchesters beim Landessender Beromünster in Zürich berufen. Für Burkhard, der zu diesem Zeitpunkt mit dem Schauspielhaus über einen neuen Vertrag für die Spielsaison 1944/45 verhandelte, kam dieses Angebot recht unerwartet, aber wohl nicht ganz ungelegen. Seit längerem mit der Arbeit am Schauspielhaus unzufrieden, hatte er die Vertragsunterzeichnung hinausgezögert und ein höheres Gehalt gefordert. Für das Schauspielhaus kam Burkhards Entscheidung, Scherchens Angebot anzunehmen, allerdings einem Verrat gleich. Das Studio-Orchester Beromünster umfasste bei Burkhards Stellenantritt im September 1944 38 Musiker und widmete sich einerseits dem symphonischen Repertoire der Klassik und Romantik und andererseits der gehobenen Unterhaltungsmusik mit Werken von Franz Lehár, Jacques Offenbach, Emmerich Kalman, der Strauss-Familie, Béla Kéler und anderen. Während Scherchen, der die Oberleitung des Orchesters inne hatte, sich vornehmlich auf die ernste Musik konzentrierte, war Burkhard in erster Linie für die Unterhaltungsmusik zuständig und erarbeitete sich auf diese Weise nach und nach einen Ruf als Offenbach-, Strauss- und Lehár-Spezialist. Rolf Liebermann, von 1945 bis 1950 Tonmeister bei Radio Zürich und später Intendant der Opernhäuser in Hamburg und Paris, bezeichnete Burkhard als „den mit Abstand kompetentesten Offenbach-Dirigenten seiner Zeit“ und lud ihn wiederholt als Gastdirigenten für Offenbach-Werke nach Hamburg ein. Mit Franz Lehár verband Burkhard eine langjährige Künstlerfreundschaft. Durch Scherchens häufige Abwesenheit erhielt Burkhard indes des Öfteren die Gelegenheit, auch Werke der ernsten Musik zu interpretieren. Darüber hinaus führte er – wohl dosiert und in regelmässigen Abständen – Werke zeitgenössischer Schweizer Komponisten auf. Darunter waren neben Kompositionen von Ralph Benatzky, Richard Flury, Willy Hess, Arthur Honegger, Nico Kaufmann, Boris Merson oder Heinrich Sutermeister auch Hans Schaeubles Hymnus (op. 29), Ombra adorata (op. 38) und Aspects et Perspectives (op. 40), die am 16. Oktober 1952, am 13. März 1955 beziehungsweise am 19. Oktober 1959 erstmals im Radio zu hören waren. Für Aspects et Perspectives war dies auch gleichzeitig die Uraufführung. Diese Radioaufnahmen werden nun erstmals auf dieser CD veröffentlicht. Nach seiner Übersiedlung nach Zell im Tösstal verzichtete Paul Burkhard auf eine feste Anstellung als Dirigent und war bis zu seinem Tod am 6. September 1977 als freischaffender Dirigent mit Gastauftritten in verschiedenen Ländern (darunter Deutschland, England, Frankreich und Österreich) und als Komponist tätig.

Schaeubles Klavierkonzert – hier in der ersten von insgesamt drei Fassungen – ist ein Mitschnitt der Uraufführung vom 22. Januar 1952 in der Tonhalle Zürich mit Carl Seemann am Klavier unter der Leitung von Hans Rosbaud. Der in Graz geborene Dirigent erhielt seine musikalische Ausbildung zunächst an der Schule des Musikvereins seiner Geburtsstadt und später am Hochschen Konservatorium in Frankfurt am Main. Nach Engagements unter anderem in Frankfurt, Strassburg, München und Baden-Baden wirkte er von 1950 bis 1957 zunächst als Gastdirigent und ab 1957 bis zu seinem Tod 1962 in der Nachfolge Erich Schmids als Chefdirigent des 1868 gegründeten Zürcher Tonhalle-Orchesters. Damit reihte er sich in die Galerie der namhaften Dirigenten dieses Traditionsorchesters ein. Rosbauds Interesse galt neben den Werken der Klassik und Romantik zeit seines Lebens auch den Werken zeitgenössischer Komponisten, die nicht selten durch sein besonderes Engagement erst zur Aufführung gelangten. Gemeinsam mit Erich Schmid setzte er sich in Zürich unermüdlich für die kontinuierliche Vermittlung der zeitgenössischen Musik ein. Es erstaunt daher nicht, dass während seiner Amtszeit auffallend häufig zeitgenössische Werke in den traditionsgemäss eher konservativen Abonnementskonzerten des Tonhalle-Orchesters gespielt wurden.

Dr. phil. Katharina Bruns

ENGLISH

Hans Schaeuble, a chemist’s son, was born on 31 May 1906 in Arosa. Already in his younger days, his main focus was on music. Eventually, the regular concerts played by the Orchestre de la Suisse Romande under the baton of Ernest Ansermet – among others with works by Stravinsky, Debussy and Ravel-, were primarily the reason for his desire to dedicate himself entirely to music as a composer. In order to broaden his knowledge and skills, which had so far been mainly acquired by self-study, but above all to place it all on a solid basis, he took up studies at the Leipziger Konservatorium in 1927, and was taught composition there until 1931 by the former Reger pupil and composer Hermann Grabner, and piano by the pianist and piano teacher Carl Adolf Martienssen. Initial concerts at the Konservatorium and on the radio raised hopes for his musical career. In 1931 Schaeuble moved to Berlin, where he lived and worked until October 1942 – interrupted by a stay in Switzerland from 1939 to 1941. During these years many of his works were created that were successfully performed in concert halls and on the radio. The composer seemed to have achieved his artistic breakthrough with the première of his Sinfonische Musik für großes Orchester (op. 22) (Symphonic Music for large orchestra) by the Berliner Philharmoniker (Berlin Philharmonics) under the baton of Carl Schuricht in March 1939.  This success was emphasised by the offer from the renowned Berlin music-publishing house Bote & Bock, to publish several of Schaeuble’s works (among them opus 38, printed in 1952). Following his return to Switzerland, however, where from then on he lived in Zurich as a free-lance composer, this promising development underwent an abrupt turn of events. Schaeuble’s stay in Berlin, lasting several years during the time of National Socialism, incurred his fellow-countrymen’s immense disapproval, and he was repeatedly wrongly accused of being too “pro-German” or even of being a National Socialist. Only few of his works were performed in the concert halls. Schaeuble was never able to get rid of the thought of having been the victim of a conspiracy that was mainly to blame for his failures. In the following years he composed less and less and mainly restricted himself to repeated revisions of his previous works. The works Hymnus (op. 29) and Ombra adorata (op. 38) are among the few works of the composer, which escaped  revision. After his death on 19 December 1988 in Zurich, a foundation was established according to his wish, which promotes young musicians and musicologists, studying Schaeuble’s work.

With contributions to vocal music, incidental and instrumental music, the work Schaeuble left us, was varied, determined primarily by his early examination of the compositions by Paul Hindemith, Igor Stravinsky, Béla Bartók and later also Frank Martin. All works recorded on this CD were created during a time, which was difficult for Schaeuble. Especially his work being ignored or rejected by the public put a strain on him, which also had an effect on his later compositions. His Hymnus for orchestra, created within a few weeks in 1945 and premièred in the Tonhalle Zurich in May 1946 was among the first pieces of work that Schaeuble completed in Zurich after returning from Berlin. This piece in two movements, preceded by a prayer by the classical Greek poet Theognis, is mainly based on number 3 of Gesänge aus Hellas (Singings from Hellas) for alto or baritone and string quartet (op. 28). In a diary entry dated 18 October 1952, the composer assesses it as “the most colourful, I have written so far”. With Aspects et perspectivesDivertimento für Orchester (op. 40) from 1954, Schaeuble intended to compose “a more or less abstract ballet of a symphonic and dance-like content” (diary entry dated 30 May 1954). Three years later he wrote down in his diary that the piece, originally titled Jeux and characterised in the subtitle as a Poème choréographique was “neither Jeux, Divertimento nor a ballet”. He also described it as “peculiar” and as an “isolated case”. This piece, which in addition exists in two revised versions (1959, 1978), was never premièred in a concert hall. In Ombra adorata (op.38), composed in 1952/53, a small symphony in four movements for orchestra, the composer – as he indicates in the title – deals with  the “shadow” of previous epochs: “In this case, the “inheritance” we admire, but in whose shadow we stand, is meant. The development of music in the past fifty years is marked by profound changes and traumas. The renunciation of the large symphonic form, the restriction of technical means, together with an economical use of innovations, the return to a natural, unaffected statement, without an intellectual and musically unfamiliar strain that is too great, can be regarded as an inner impulse for the creation of this small symphony, which should not be confused with that of a preclassical type.  The “preamble” prefaced in a broad tempo is followed by an “allegro scherzando”. This contains a twelve-tone series as a supporting theme with some of its variations, and includes, more or less as a “trio”, a canonically lead ”siciliano”. The reprise combines the preceding. The densely worked slow movement is an internalised “andante”, of a genuinely cantabile character. Whereas this is chromatically heavily interspersed, the following “allegro giocoso” is kept more diatonic as an ending.” (Hans Schaeuble in the programme on the occasion of the 17th resident evening, orchestra concert on 8 April 1961 of the Musikkollegium Winterthur). In his work Schaeuble only occasionally used twelve-tone series as a construction principle. The piano concerto op. 34 from 1949 is – as his Musik für 2 Solo-Violinen und Streich-Orchester (music for 2 solo violins and string quartet) (op. 18) – an important example for Schaeuble’s examination of this compositional technique. “It has one movement and contains a cadence shortly before the coda. Within the movement, however, the four classical tempi can be clearly identified: allegro giusto, andante, allegro vivo and scherzando, which are alternately intertwined with each other – with exception of the scherzando, which occurs closed before the reprise and as a transition to it. On the whole and purely formal this is, albeit in a broad sense, a sonata main movement, which basically builds up on an austere twelve-tone series, performed straight at the beginning by the solo piano”. (Hans Schaeuble’s contribution to the programme on the occasion the subscription concert held by the Tonhalle-Gesellschaft on 22 January 1952).

 

The first three pieces on this CD are original recordings with the Radio-Orchestra Beromünster under the baton of Paul Burkhard. The composer, pianist and conductor, who was born in Zurich in December 1911, already wrote his first composition at a young age, and became a pupil at the Zurich Konservatorium at the age of seven. There, he enjoyed his musical education with various teachers such as Carl Vogler (theory of harmony), Paul Müller (counterpoint), Volkmar Andreae (composition), Emil Frey and Walter Lang (piano), as well as Carl Hessel (violoncello) until 1932. During this time – as he later reported himself – he was fortunately cured of his “wunderkind” airs and graces. As a composer he became especially famous with his operettas and their numerous chansons. With Feuerwerk (Fireworks) (1950), the High German version of the operetta Der Schwarze Hecht (The Black Pike) (1939), originally written in dialect, Burkhard had his international breakthrough, which was crowned by the 1954 film with the Hollywood actress Lilly Palmer and Romy Schneider, who at that time was still hardly known. Always seeking, sometimes in a bitter struggle, his own compositional style – as he did not want to go down in music history as “Operetta-Fritz” – Burkhard left  a broad and substantial œuvre. Apart from various chamber music works, incidental and ballet music, his compositional repertoire includes sacred orchestra pieces, children’s operas and liturgical school pieces. He achieved world success lasting until this very day with D’Zäller Wiehnacht (Christmas at Zell), composed at the request of the inhabitants of Zell in 1960.

Burkhard began his career as a conductor at the Berner Stadttheater in 1932, where he first acted as a répétiteur, and later as a musical director. In 1938 he transferred to the Schauspielhaus (theatre) in Zurich as a musical director and resident composer. In 1944 he was appointed second conductor of the Studio-Orchestra at the Landessender Beromünster (broadcasting station Beromünster) in Zurich. This offer came rather unexpectedly for Burkhard, who, at that time, was negotiating with the theatre about a new contract for the 1944/45 season, but it was not entirely inconvenient. Having been dissatisfied with his work at the theatre for some time, he had delayed signing the contract and asked for a higher salary. To the theatre, however, Burkhard’s decision to accept Scherchen’s offer seemed equal to treason. At the time when Burkhard took his post in September 1944, the Studio-Orchestra Beromünster consisted of 38 musicians, and on the one hand was dedicated to the symphonic repertoire of the classical period and Romanticism, and on the other hand to up-market popular light music with work by Franz Lehár, Jacques Offenbach, Emmerich Kalman, the Strauss Family, Béla Kéler and others. Whilst Scherchen, who held the direction of the orchestra, concentrated mainly on serious music, Burkhard was mainly responsible for light music, and in this way gradually gained the reputation of being a Strauss and Lehár specialist. Rolf Liebermann, sound engineer at Radio Zurich from 1945 to 1950, and later director-general of the Hamburg and Paris opera-houses, described Burkhard as “the by far most competent Offenbach conductor of his time”, repeatedly inviting him to Hamburg as a visiting conductor for Offenbach work. Burkhard had a long-standing artist’s friendship with Franz Lehár. Due to Scherchen’s frequent absence, Burkhard often had the chance to interpret serious music. Moreover, he performed – well measured and at regular intervals – works by contemporary Swiss composers. Among them were, apart from compositions by Ralph Benatzky, Richard Flury, Willy Hess, Arthur Honegger, Nico Kaufmann, Boris Merson or Heinrich Sutermeister, also Hans Schaeuble’s Hymnus (op. 29), Ombra adorata (op. 38) and Aspects et Perspectives (op. 40), which were first heard on the radio on 16 October 1952, on 13 March 1955 and/or on 19 October 1959. For Aspects et Perspectives this was also the première.  These radio recordings are now being released on this CD for the first time. After moving to Zell in the Tösstal, Paul Burkhard gave up permanent employment as a conductor altogether, and worked as a free-lance conductor with guest performances in various countries (among them Germany, England, France and Austria) and as a composer until his death on 6 September 1977.

Schaeuble’s piano recital – here in the first of altogether three versions – is a live recording of the première in the Tonhalle Zurich with Carl Seemann on the piano under the baton of Hans Rosbaud on 22 January 1952. The conductor, who was born in Graz, at first received his musical education at the school of his music club in his native town, and later at the Hochsche Konservatorium in Frankfurt/ Main. Following engagements among others in Frankfurt, Strassburg, Munich and Baden-Baden, he worked from 1950 to 1957 at first as a guest conductor, and from 1957 until his death in 1962 in succession of Erich Schmid as a principal conductor of the Tonhalle Orchestra, founded in Zurich in 1868. With this, he is included in the ranks of reputable conductors of this traditional orchestra. Apart from the work of the classical and romantic periods, Rosbaud’s interest was directed all his life towards the work of contemporary composers, which quite often were only performed as a result of his special involvement. Together with Erich Schmid he tirelessly committed himself to continually conveying contemporary music. It is therefore not surprising that during his time in office a striking number of contemporary works were played in the subscription concerts of the Tonhalle-Orchestra, which were traditionally rather conservative.

 


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Page revised Tuesday March 25th 2008